Joes-Photoart-Australienreise

Vor der Reise

Eine Reise nach Australien war für uns lange ein Traum. Da eine solche Reise nicht ganz preiswert ist, hat es lange gedauert bis wir uns eine solche Reise leisten konnten und auch das Geld dafür ausgeben wollten. Als wir uns im Jahr 1997 entschlossen hatten und erste Informationen gesammelt hatten, standen wir vor dem Problem: Wie geht man eine solche Reise an? Als Campingtour? Reise von Hotel zu Hotel? Komplett geführte Rundreise? Als Backpacker? Einfach mal hinfliegen und dann mal schauen was so geht?

Alles gar nicht so einfach. Da damals in vielen Reiseführern zu lesen war, daß die meisten Attraktionen in Nationalparks nur mit Offroad-Fahrzeugen erreichbar waren entschlossen wir uns diese Teile als geführte Bustouren zu machen und für den Rest der Reise eine Route mit vorgebuchten Hotels zu planen. Aber wo entlang? Australien ist schließlich ein ganzer Kontinent und die Reisezeit sehr begrenzt.

Schließlich entschieden wir uns den Osten und den Norden Australiens zu besuchen, was natürlich auch nicht fehlen durfte war das Red Center mit Ayers Rock und Olgas. Wir hatten das Glück beim Reisebüro auf einen Mitarbeiter zu treffen der aus Australien, genauer gesagt aus Queensland stammte und natürlich alle Sehenswürdigkeiten seines Heimatlandes kannte. Mit seiner Hilfe war schnell eine Reiseroute geplant und 14-Tage vor dem Start der Reise hielten wir neben Flugtickets auch eine Menge an weiteren Gutscheinen in Hand. Im Folgenden werden wir den Verlauf dieser Reise beschreiben und unserer Meinung nach mit den schönsten Bildern illustrieren. (Weitere Bilder finden sich in der Galerie Reisephotos - Australien)

Anreise und erster Tag in Sydney:

Aus praktischen Gründen wählten wir die Anreise von Stuttgart über London/Bangkok/Sydney ohne Stopover, denn der Urlaub sollte in Australien stattfinden. Das ist zwar strapaziös, aber dadurch, daß wir am Abend in Sydney eintrafen war eine rasche Erholung gewährleistet. Nach ergiebiger Nachtruhe und Frühstück ging es am nächsten Tag auf Sightseeing- und Shoppingtour, wobei alle möglichen Sehenswürdigkeiten besichtigt wurden. Was man sich im Einzelnen ansieht ist sicherlich Geschmackssache deshalb eine kleine Auswahl an Bildern.


Sydney

Blick über das nächtliche Sydney aus dem 10. Stock unseres Hotels

Sydney

Sydney Opera von der Landseite aus gesehenSydney Opera von der Landseite aus gesehen

Sydney

Sydney Opera von der Seeseite aus gesehen

Sydney

Sydney Habour Brigde

2. - 4. Tag:

Ausflug mit dem Leihwagen in die Blue Mountains: Die Blue Mountains sind das Naherholungs- und Wandergebiet für die Bewohner Sydneys. Sie sind einfach zu erreichen, aber um sie vollständig zu erkunden braucht man mindestens 14 Tage. Wir hatten ein wunderschönes Hotel in Katoomba gebucht, das Lilienfels. Fast in Sichtweite der Three Sisters gelegen bietet es Zugriff auf die Sehenswürdigkeiten um Katoomba. Den 3. Tag nutzten wir für eine Rundfahrt. Da das Wetter im australischen Winter (August) in dieser Gegend nicht immer Beständig ist hatten wir mit Regen und niedrigen Temperaturen zu kämpfen. Wir landeten an diesem Tag schließlich bei den Jenolean Caves. Das sind verschiedene Tropfsteinhöhlen, die alle mit Führung begehbar sind. Am nächsten Tag stand dann die Rückfahrt nach Sydney an, von wo es am Tag 5 schließlich per Flugzeug zum Red Center weiterging. Leider regnete es den ganzen Tag lang und zwar sehr heftig, so daß wir froh waren wieder im Hotel in Sydney zu sein.


Blue Mountains

The Three Sisters

Blue Mountains

Bei den Jenolean Caves

Blue Mountains

In den Jenolean Caves

5. - 7. Tag:

Will man von Sydney aus das Red Center besuchen muß man sich ca. 3 Stunden ins Flugzeug setzen. Leider regnete es am am Abreisetag in Sydney noch genauso wie Tags zuvor und wir waren eigentlich nicht besonders traurig die Stadt zu verlassen. Nach ca. 2 Stunden Flug verließen wir die Schlechtwetterzone und das war lange Zeit das Letzte was wir vom Regen sahen. Am Ayers Rock angekommen bezogen wir unser Appartment im dortigen Resort und genossen den Rest des Tages die Sonne und den Blick auf den Monolithen und die Olgas. Am nächsten Tag starteten wir mit einer geführten Tour am späten Nachmittag zu den Olgas, einer beeindruckenden Felsformation, in der Sprache der Eingeborenen heißt sie Kata Chuta. Schließlich beobachteten wir das grandiose Farbspiel des Sonnenuntergangs am Ayers Rock (Uluru). Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen und den Sonnenaufgang am Ayers Rock zu besichtigen (ist ganz schön kalt dort am Morgen). Danach gab es Gelegenheit den Felsen zu besteigen, von der wir keinen Gebrauch machten, um die Gefühle der Eingeborenen nicht zu verletzen. Leider waren wir so ziemlich die Einzigen, die Rücksicht nahmen. Aber auch ein Spaziergang am Fuße des Felsen ist wunderschön und weniger anstrengend. Am Nachmittag brachen wir dann mit dem Reisebus Richtung Alice Springs auf.

Red Center

Uluru (Ayers Rock)

Red Center

Uluru (Ayers Rock)

Red Center

Die Olgas

Red Center

Die Olgas

8. - 9. Tag:

Am Abend Eintreffen am Kings Canyon. Am nächsten Tag in aller Frühe, Wanderung zur Lost City (eine Felsformation), Garden Eden (ein geschütztes Tal mit Wasser und üppiger Vegetation). Nach der Rückkehr und dem Lunch Aufbruch mit dem Bus über den Stuart Highway nach Alice Springs.
Es begegnen einem dort auf dem Highway sehr viele der sagenhaften Road Trains, Trucks mit Auflieger und bis zu zwei weiteren Anhängern. Ankunft am späten Nachmittag in Alice Springs, gerade noch Zeit für einen kurzen Stadtrundgang. Am nächsten Vormittag Transfer zum Flughafen und Flug nach Darwin an der Nordküste.
Dabei wechselt man vom Wüstenklima ins tropische Klima. Die Tagestemperaturen ändern sich nicht wesentlich, allerdings liegt die Luftfeuchtigkeit in Darwin bei 90%, was den Kreislauf belastet. So schauten wir uns am Nachmittag in der Stadt um, von der es eigentlich nicht viel zu berichten gibt. Es ist dort alles ziemlich neu, nachdem vor einiger Zeit ein verheerender Taifun die Stadt zerstört hatte.
Darwin war für uns der Ausgangspunkt für eine dreitägige Rundreise in den Kakadu Nationalpark und zur Kathrine Gorge.


Kings Canyon

Im Kings Canyon

Kings Canyon

Ghost Gum

10. - 13. Tag:

Am ersten Tag frühmorgens Abholung am Hotel. Um 6 Uhr schon 22°C und der Tau tropfte von den Blättern. Wie alles auf dieser Reise war von den Australiern auch dieser Ausflug bestens organisiert. Wir hatten den Eindruck, daß es den Leuten Spaß machte, den Besuchern ihr Land zu zeigen. Wir erlebten während des ganzen Aufenthaltes uneingeschränkte Gastfreundschaft und hörten dort oft den Ausspruch “You’re welcome”.
Aber auch die beste Organisation kann nichts ändern, wenn eine Brücke nicht befahrbar ist und so mußten wir einen großen Umweg fahren um zum ersten Zwischenziel zu kommen: Zu den “Jumping Crocodiles” am Adelaide River. Auf einer Fahrt auf dem Fluß wurden uns die wildlebenden Krokodile vorgeführt, wie sie sich an Angeln hängende Fleischstücke holten und dabei 2-3 Meter aus dem Wasser sprangen. Dies ist sehr eindrucksvoll und man vermeidet danach sich unbekannten Gewässern in Australien nur zu nähern, geschweige denn darin zu baden.
Danach wurde noch das Bowali Visitor Center und der Nourlangie Rock besucht, was wegen der defekten Brücke etwas kürzer ausfiel als geplant, jedoch trotzdem sehr informativ war, da man sehr viel über die Kultur der Ureinwohner lernen konnte. Bemerkenswert war an diesem Tag noch das Hotel mit dem Namen “Gagudju Crocodile Hotel”. Dieses Hotel ist so gebaut, daß es einem großen Krokodil ähnelt, was allerdings nur auf Postkarten mit Luftbildern zu erkennen ist.



Am nächsten Tag ging es noch einmal in die Nähe des Nourlangie Rocks, bevor es zu einer mehrstündigen Bootsfahrt auf dem Yellow Water Billabong ging, eines der Herzstücke des Kakadu Nationalparks. Diese Bootsfahrt war eines der absoluten Highlights unserer Reise, es wird jedem so gehen der eine relativ unberührte Natur “live” erleben will. Neben den allgegenwärtigen Krokodilen, sind dort alle möglichen Arten von Vögeln und anderen Tieren (z.B. Warane) zu beobachten. Auch eine ungeheure Vielfalt von Pflanzen ist dort anzutreffen. Nach diesem wunderschönen Erlebnis ging es dann am Nachmittag weiter Richtung Kathrine.
Der letzte Tag dieser Reise, bestand aus einer langen Bootsfahrt auf den Wassern der Kathrine Gorge, was einen besonderen Reiz hat, da in der Schlucht meist Schatten herrscht und es dadurch angenehm kühl ist. Nach dem Überwinden einiger Untiefen (zu Fuß am Ufer zu anderen Booten) konnten Felsmalereien besichtigt werden. Bemerkenswert ist, daß es hier keine Salzwasserkrokodile gibt. Nur an einigen Stellen leben Süßwasserkorokodile, dies wesentlich kleiner sind und (angeblich) keine Menschen angreifen und verspeisen. Am Nachmittag konnte dann bei Edith Falls in einem kleinen See gebadet werden. Dort gibt es dann zwar keine Krododile, aber dafür Millionen von Sandfliegen, die einem den Aufenthalt verleiden. Am Abend trafen wir wieder in Darwin ein und hatten dort ein schönes Dinner mit einigen Australiern die wir auf diesem Trip kennengelernt hatten. Ein Ehepaar trafen wir am Ende unseres Aufenthaltes in Brisbrane an Ihrem Wohnort wieder.

Kakadu National Park

Vom Hochwasser beschädigte Brücke

Kakadu National Park

Auf der Pirsch

Kakadu National Park

Aber lecker

Kakadu National Park

Großflughafen

Kakadu National Park

Landschaft am Nourlangie Rock

Kakadu National Park

Landschaft am Nourlangie Rock

Kathrine Gorge

Fahrt im Tale

Kathrine Gorge

Kookaburra - Wappenvogel Australiens

Kathrine Gorge

Edith Falls

14. Tag

Wieder so ein Transfertag. Wir fuhren am Morgen zum Flughafen und flogen mit einem relativ kleinen Flugzeug von Darwin nach Cairns. Dabei lernten wir bei einer Zwischenlandung auf einer Insel, auf der Phosphat abgebaut wurde, den kleinsten Passagierflugplatz ,den wir bisher gesehen hatten, kennen (Er bestand aus einem Tower und einem kleinen Holzhaus (Empfangsgebäude mit kalten Getränken)). Nach dem Bezug unseres Hotelzimmers erkundeten wir ein wenig die Stadt. In den nächsten Tagen standen die letzten organisierten Ausflüge auf dem Programm, danach ging es per Leihwagen weiter, und wir konnten nur darauf vertrauen, daß unser Reisebüro die Route entlang möglichst vieler Attraktionen gelegt hatte.


15. Tag

Es ging es früh los mit einem Ausflug zum Great Barrier Reef. Wir fuhren von Cairns mit dem Quicksilver, einem großen und schnellen Motorkatamaran, hinaus aufs Riff. Vor dem sog. Outer-Reef ist die See sehr ruhig und auch nicht besonders tief. Die Fahrt ging bis zu einer fest am Riff verankerten Aussichtsplattform, von der man das Riff auf verschiedene Weise erkunden kann. Man kann schwimmen, schnorcheln, tauchen oder sich das Riff in einem Glasbodenboot ansehen. Die Fotos sind in jedem Fall alle ziemlich blau oder grün und spiegeln die prächtiggen Farben, die das Auge empfindet nicht wieder. Die Rückfahrt vom Riff endete in Port Douglas einem kleinen Badeort, von dort ging es mit dem Bus zurück ins Hotel

16. Tag

Der letzte der organisierten Ausflüge führte uns mit Kuranda Railway durch die Zuckerrohrfelder hinauf nach Kuranda, was für von der Steigung her für eine Bahnstrecke eine beachtliche Leistung ist. Kuranda ist ein Touristenort mit vielen Attraktionen. Es gibt z.B. den Rainforest Market, wo im Regenwald alles Mögliche und Unmögliche verkauft wird. Eine besondere Attraktion ist das Butterfly Sanctuary in dem man die prächtigen Falter des tropischen Regenwaldes aus nächster Nähe bewundern kann. Am Nachmittag verließen wir Kuranda mit der Scenic Skyrail eine Seilbahn mit Kabinen, die über den Regenwald hinuter zur Küste führt. Man hat dort herrliche Ausblicke auf die Küste und den Regenwald. Man kann seine Fahrt unterbrechen und einen Spaziergang im Regenwald unternehmen. Bei der Talstation befindet sich das Tjapukai Culture Center in dem Australiens Ureinwohner versuchen den Touristen (und damit sind auch die weißen Australier gemeint) ihre Kultur nahebringen. Von dort ging es dann zurück zum Hotel.

Kuranda

Sugarrail nach Kuranda

Kuranda

Endstation des Sugarrail in Kuranda

Kuranda

Ein besonderes Krokodil

Kuranda

Im Butterfly Sanctuary Kuranda

Kuranda

Aboriginie Show

Kuranda

Mit der Skyrail zurück an die Küste

17. Tag

Am Morgen Übernahme des Leihwagens, jetzt ging es in eigener Regie los. Tagesziel war eine kleine Lodge in einem Ort namens Yungaburra, die sich als wunderschönes kleines Hotel erwies. Der Ort liegt in den Atherton Table Lands, einer Hochebene über Cairns gelegen. Diese Ebene erkundeten wir den Tag über. Man kann sich fast in ein deutsches Mittelgebirge versetzt fühlen, die Landschaft grün, bestehend aus Wald und Weideland, nur die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit haben natürlich tropisches Niveau. Wir besuchten im Laufe des Tages 5 Wasserfälle. Am Lake Tinaroo sahen wir den Cathedral Fig Tree und nicht weit davon entfernt den Curtain Fig Tree. Bei diesen “Bäumen” handelt es sich um Würgefeigen (Ficus virens). Die Samen keimen auf Astgabeln tropischer Bäume. Die Würgefeige versucht danach mit vielen Wurzeln den Boden zu erreichen. Mit der Zeit wird der Wirtsbaum völlig überwachsen und schließlich erwürgt. Wenn der Wirtsbaum verrottet ist bleibt z.B. wie Cathedral Fig Tree ein Hohlraum zurück. Der Curtain Fig Tree sieht von weitem wie ein Vorhang aus. Die Würgefeigen können ein Alter von über 1000 Jahren erreichen. Der oben beschriebene Vorgang dauert deshalb reichlich lange.

Atherton Tablelands

Atherton Tablelands - Elinja Falls

Atherton Tablelands

Atherton Tablelands - Milla Milla Falls

Atherton Tablelands

Atherton Tablelands - Curtain Fig Tree

18. + 19. Tag

Der 18. Tag brachte uns 200 Km Richtung Süden. Auf dem Weg besuchten wir noch eine Orchideenfarm, die wir ein wenig enttäuschend fanden. Ebenso enttäuschend war das Mittagessen, an das die Erinnerung noch lebendig ist, weil es das schlechteste auf der ganzen Reise war.
Der eigentliche Höhepunkt des Tages war der Besuch auf der Johnston River Crocodile Farm. Auf diesen Farmen werden Salzwasserkrokodile gezüchtet, um sie später zu verwerten. Das heißt wirklich schlachten, Fleisch, Haut, Zähne verkaufen, was nicht verboten ist, sondern die Australier sehen das als Beitrag zum Artenschutz, da das Wildern verhindert wird. Die Krokodile werden in solchen Farmen etwa 3 Jahre alt. Die Betreiber der Farm sagen, daß in freier Wildbahn lediglich 5% der Krokodile aus den Eiern schlüpfen würden, der Rest werde von natürlichen Feinden (z.B. Waranen) gefressen. Die Elterntiere sind normalerweise eingefangene Tiere, da in Australien wildlebende Krododile nur abgeschossen werden dürfen, wenn sie Menschen angefallen haben. Deshalb werden Tiere die in der Nähe von Dörfern leben eingefangen und in solchen Farmen als Zuchttiere gehalten. Der Erfolg dieser Politik ist, daß sich die Salty Population wieder sehr gut erholt hat. Der Besitzer, er heißt Mick, führte voller Stolz sein Prachtexemplar namens Gegory vor (7 m lang, 800 Kg) schwer. Er stellte so einige Sachen an, die man besser nicht nachmachen sollte, aber die Tiere sind in den Farmen immer satt und entsprechend träge. Natürlich leben dort auch noch andere Tiere, wie Känguruhs etc. die teilweise sehr zutraulich sind.
Zum Abend ging es dann ins Hotel nach Mission Beach, wo wir den nächsten Tag am Strand verbrachten. Der Strand ist, zumindest die Woche über, recht einsam, so daß man behaupten kann ,einen Kilometer Strand für sich allein gehabt zu haben. Der Tag war nach den ganzen Aufregungen ein richtiger Ruhetag.

Zwischen Cairns und Mission Beach

In der Orchideenfarm

Zwischen Cairns und Mission Beach

An der Tankstelle

Johnston River Crocodile Farm

rotes Riesenkänguru

Johnston River Crocodile Farm

Auf der Johnstone River Crocodile Farm

Johnston River Crocodile Farm

Fütterung

Johnston River Crocodile Farm

Gregory

Johnston River Crocodile Farm

Gregory und Mick

20. Tag

Weiterfahrt nach Townsville über 270 Km. Dort Ankunft am späten Vormittag. Besichtiggung des Great Barrier Reef Wonderland Aquarium. Das Aquarium ist dem Riff nachempfunden, was einen sehr großen technischen Aufwand bedeutet, weil die Korallen sehr definierte Wachstumsbedingungen benötigen.

21. Tag

Fahrt von Townsville nach Airlie Beach (310 Km). Wir erreichten hier den Küstenabschnitt bei den Whitsunday Islands. Auch für die Australier ein Urlaubs- und Naherholungsgebiet, was man vor allem am Wochenende merkt. Da gibt es dann in Hotels Krötenrennen und andere Absonderlichkeiten. Am Nachmittag nach der Ankunft Besichtigung des typisch touristischen Ortes.

22. Tag

Wenn man bei den Whitsunday Islands ist, sollte man sich auch ein paar der Inseln ansehen. Also wurden die Tickets gebucht und ein sehr schöner Bootsausflug gemacht. In der Reihenfolge wurden Daydream Island (dort gibt es ein exklusives Resort), South Molle Island und Hook Island besucht. Leider gibt es in dieser Jahreszeit verlässlich am Nachmittag mehr oder weniger heftige Regenschauer.

Whitsunday Islands

Whitsunday Islands

Whitsunday Islands

Whitsunday Islands

Whitsunday Islands

Whitsunday Islands

23. Tag

Da wir keine Wassersportler sind (was sich in Airlie Beach natürlich anbietet), unternahmen wir noch einen Ausflug in den Regenwald. Es gab dort eine sehr interessante Führung, inkl. eine Demonstration der Herstellung des berühmten Billy Bush Teas.

24. Tag

Fahrt von Airlie Beach zum Eungella Nationalpark. Der National Park liegt weiter südlich im Hinterland der Great Dividing Range in immerhin 1100 m über NN. Dort gibt ein sehr schönes Hotel mit Appartmenthäuschen und einem damals sehr guten Restaurant mit einem fantastischen Ausblick bis zur Küste. Leider war bei unserem 2. Besuch im Jahre 2002 die Qualität des Restaurant von ganz oben nach ganz unten abgestürzt.

25. Tag

Der Eungella Nationalpark ist berühmt dafür, daß man hier an zwei Stellen das äußerst seltene Schnabeltier beobachten kann. Leider war es uns nicht vergönnt ein solches Tier zu sehen. Da wir am Abend in Rockhampton sein mußten, was eine ziemliche Strecke ist (422 Km) mußten wir recht schnell aufgeben. Dafür präsentierte sich ein Kookaburra sehr zutraulich für einige Fotos. Beim zweiten Besuch im Jahr 2002 hatten wir mehr Glück mit dem Schnabeltier, deshalb hat sich ein Foto aus diesem Jahr auf die Website geschmuggelt.

Eungella NP

Kookaburra

Eungella NP

Schnabeltier

Eungella NP

Blick ins Tal

26. Tag

Nachdem wir am Vorabend in Rockhampton angekommen waren und uns dort umgesehen hatten, machten wir uns am Morgen auf zu einem Abstecher ins Landesinnere. Von Rockhampton gibt es eigentlich nichts Berichtenswertes, außer daß der Wendekreis des Steinbocks durch das Städtchen verläuft. Man verläßt dort die Tropen, wenn man wie wir aus nördlicher Richtung kommt. Im Landesinneren war der Mount Hay Gemstone Park unserer Ziel. Dort kann man sich eine Schürfausrüstung leihen (Eimer, Hacke und Schaufel) und nach sog. Thundereggs suchen. Dies sind Quarzdrusen, die wenn aufgeschnitten und poliert eine sehr schöne Maserung (und Farbe) haben. Im Jahr 2002 sind wir noch weiter auf die eigentlichen Edelsteinfelder gefahren. Dort kann man dann Edelsteine suchen und mit ein weing Glück findet man lupenreine Saphire, Rubine oder Zirkone. 1998 hatten wir noch einen sehr weiten Weg nach Hervey Bay vor uns. Zurück über Rockhampton ging es über Gin Gin (Besuch der Mystery Craters) an Bundaberg (die dortige, wirklich sehenswerte Rumdestillerie mußten wir aus Zeitgründen leider links liegen lassen) vorbei nach Hervey Bay. Am Ende des Tages waren wir 522 Km gefahren..

Bundaberg

Rumdestille

27. - 29.Tag

Fraser Island - die größte Sandinsel der Welt. Diese Tage standen unter einem schlechtem Stern. Es begann damit, daß die Personenfähre ausgefallen war und wir später mit der Autofähre übersetzen mußten. Außerdem mussten wir den Wettergott ziemlich verärgert haben, denn fast die gesamte Zeit regnete es in Strömen. Nach der Ankunft im Hotel und am nächsten Tag konnte man kaum ein Fuß vor die Tür setzen. Allerdings ist das Kings Fisher Bay Resort ein sehr gutes Hotel, indem man sich auch mal den einen oder anderen Tag entspannen kann. Am 29. Tag traten wir trotz des Wetters zu einer Rundreise an, der Regen hatte inzwischen ein wenig nachgelassen und so sahen die größten Wanderdünen der Welt, den lautlosen Bach (auf der Insel gibt es keine Steine), die Colored Sands, das Maheno Wreck und den Lake MacKanzie und vieles mehr.

Hervey Bay

Mitesser

Fraser Island

Im Resort

Fraser Island

Colored Sands

Fraser Island

Der lautlose Bach

30.Tag

Rückfahrt von Fraser Island nach Hervey Bay. Von dort aus ging es den Bruce Highway entlang der Küste zur Sunshine Coast (der kleineren ruhigeren Ausgabe der Gold Coast). Die Sunshine Coast liegt nördlich von Brisbane, der Ort in dem wir übernachteten heißt Maroochydore (was für ein Name). Zwischenstation an diesem Tag war Yandina, wo es eine Ginger Factory gibt. Dort wird die Ingwerwurzel, die dort in der Gegend angebaut wird zu allem Möglichen verarbeitet. Man kann dort viel über Ingwer erfahren. Der Fabrik ist ein kleiner Freizeitpark angegliedert.

31. - 32. Tag:

Langsam war das Ende der Reise in Sicht, aber vorher gab es noch mal was ganz Tolles. Von der Sunshine Coast ging zuerst in die Glashouse Mountains, die ihren Namen noch von Captian Cook erhalten haben, er sich an die Glashütten seiner englischen Heimat erinnert fühlte. In Paxton gibt eine große Modelleisenbahn Spur H0 zu besichtigen (Modellbahn Made in Germany). Durch Brisbane ging es an die Grenze zu Viktoria in eine 35 Km lange Sackgasse zum Lamington National Park. Mitten in diesem Park liegt das O’Reillys Rainforest Guesthouse. Die irische Familie siedelte dort lange bevor die Gegend zum Nationalpark erklärt wurde und durfte danach dort eine Art Ökotourismus betreiben. Die Hotelgäste werden mit gutem Essen verwöhnt. Es werden Wanderungen in den Regenwald , Vorträge und vieles mehr angeboten. Tagsüber wird das Guesthouse von vielen Tagesausflüglern besucht, die am späten Nachmittag verschwinden und dann wird es dort sehr ruhig. Auffällig ist, daß Schwärme von Papageien über einen herfallen und natürlich von den Touristen mit Sonnenblumenkernen gefüttert werden. Im Regenwald sind viele Vogelarten zu beobachten.

Mystery Craters

O'Reillys

Vogelfütterung

O'Reillys

Bower Birds

O'Reillys

Yellow Robin

O'Reillys

Yellow Robin

O'Reillys

Orchideengarten

33. - 34. Tag

Von O’Reillys ging es zurück nach Brisbane. Dort besichtigten wir noch einen Tierpark den Lone Pine Koala Sanctuary. Wie der Name schon sagt sind die Hauptattraktion dort Koalabären, aber man sieht vor allem auch Känguruhs. Danach ins Hotel. Am nächsten Tag war Shopping angesagt. In Brisbane wurden die Reiseandenken gekauft. Abends trafen wir uns noch mit den australischen Freunden, die wir in Darwin kennengelernt hatten, zum Abschiedsdinner und genossen ein letztes Mal die australische Gastfreundschaft.

Lone Pine Koala Sanctuary

Koala bei Fütterung

Lone Pine Koala Sanctuary

Dingo

Brisbane

Blick auf Brisbane

35. - 36. Tag

Nun war die Reise endgültig zu Ende. Am Nachmittag startete die 747 zum endlos langen Flug über Singapore nach London. Dort hieß es dann noch ein paar Stunden warten bis der Flug nach Stuttgart startete. Dann sind waren endlich Zuhause, es war Samstagnachmittag, am Montag mußten wir wieder zur Arbeit. Wir fühlten uns müde und man wurde das Gefühl nicht los, daß man jetzt noch mindestens eine Woche bräuchte um, zu entspannen und die Eindrücke dieser Reise zu verarbeiten.

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